Ich mag TWINT

Als alles begann

Mittlerweile bewirbt jede grössere Bank in der Schweiz ihre TWINT-App. Als ich das erste Mal von TWINT hörte, war es noch ein Projekt von PostFinance alleine, wurde nur an Kiosken akzeptiert und funktionierte als PrePay-System. Das Pendant von UBS war Paymit, welches einen sonderbaren Namen trug und zum einfachen schnellen überweisen von kleineren Geldbeträgen mit dem Handy gedacht war. Man realisierte glücklicherweise schnell, dass wenn man gegen Apple Pay, Google Wallet, usw. bestehen will, am selben Strick ziehen muss. Die beiden Pilotprojekte fusionierten und sowohl andere Finanzdienstleister wie auch Detailhändler klinkten sich ein. Das Ergebnis der Fusion behielt den Namen TWINT und kombinierte die bisherigen Funktionen beider Lösungen.

Nach und nach implementierte jede Bank ihre TWINT-App, startete eine passende Werbekampagne und so bieten heute fast alle ihre eigene App an. Leider funktioniert TWINT bei einigen Anbietern immer noch als PrePay-Modell, was den Nutzen sehr stark limitiert, aber alle Banken machen beim selben Programm mit.

TWINT im Alltag

Heute kann man mit TWINT im Coop bezahlen, auf Starticket Konzertbillete kaufen, auf Digitec oder Microspot die Rechnung begleichen oder einander Geld senden. Obwohl die Werbung vor allem auf die Nutzung an der Kasse bewirbt, benutze ich es am meisten, um Geld anderen Personen zu senden.

Als Gruppe gehen wir ins Kino und einer reserviert & kauft alle Karten? Ich begleiche die Schuld mit TWINT. Beim Bier hat jemand sein Bargeld zuhause gelassen? Ich bezahle zwei Runden und fordere die zweite mit TWINT zurück. Ich kaufe für meine Mutter ein neues Telefon? Per TWINT bezahlt sie es zurück.

TWINT ist bis jetzt die einfachste Lösung für solche Situationen. Nach dem ersten Einrichten braucht man kein kompliziertes e-Banking-Login mehr sondern nur den Fingerabdruck, keine IBAN- und Kontonummern sondern die Handynummer des Empfängers. Probieren geht über studieren, TWINT ist gratis!

TWINT in der Zukunft

Bald schon wird der neue Überweisungsstandart ISO20022 eingeführt und mit ihm der Orange Einzahlungsschein durch einen QR-Code ersetzt. Wenn TWINT damit kompatibel ist, wird das ganze sehr spannend. Und sobald jede Uhr eine SmartWatch ist und TWINT diese Unterstützt, könnte es problemlos das Bezahlmittel der Zukunft werden. Wer weiss, vielleicht ändert aber die ISO2022 mit ihren QR-Code-Rechnungen auch alles...