Fundstücke

Regensburg

Nach einer guten Nacht und einem gemütlichen Frühstück gings noch eine Runde mit Hund und Katze. Die Katze begleitet öfters das Gassi gehen und ist dann in der Nähe, 50m weiter hinten, kommt dann wie eine Rennkatze angeschossen und setzt sich dann und wartet.

Nachdem auch der gefühlt 2m lange Sebastian eine kleine Proberunde in dem Dreirad gedreht hat, bei dem seine langen Beine nur ganz knapp unter den Wind- und Regenschutz passten, geht es etwas später als geplant auf Tour. (Eigentlich hatte Kathrin mir “angedroht”, dass sie am Donnerstag früh weg muss.)

gepacktes Dreirad

Ich habe am Navigationsprogramm entdeckt, dass es jetzt auch die Höhendaten für die Routenplanung auswerten kann. Das habe ich doch gleich mal ausprobiert und damit das Handy für 10 Minuten beschäftigt für die Route nach Regensburg.

Es hat dann jedenfalls mich nicht an der Donau entlang, sondern erst nach Osten und dann hinter Kehlheim an die Donau geschickt. So umfahre ich den Donaudurchbruch ...

Nur fahre ich irgendwie schon wieder in die Hügel hinein ... an einem Kieswerk vorbei hinauf und hinten runter und dann kommen mir diese Hopfenstangen doch bekannt vor ...

Was ich nicht kannte/wußte ist, dass die zukünftigen Hopfenstangen gleich auf die gewünschte Länge zurecht geschnitten dort getrocknet werden.

zukünftige Hopfenstangen

Dreirad

Hopfenland ... Hopfenfelder

An der ↗romanischen Kirche von Biburg konnte ich definitv nicht einfach so vorbei fahren.

Kirche von der Tür aus

Zum Glück für mich wurden fast alle nachträglichen Veränderungen und Einbauten in den 60er Jahren wieder ausgebaut. So ist es jetzt wieder eine schlichte Kirche, die einfach durch ihren Raum und ihre Bauart beeindruckt.

vom Altarraum aus

Tür

Und als ich wieder vorne in der Nähe der Tür war, standen 2 weitere Personen in der Kirche. Und dann fing das Navi an zu quäken: “Sie befinden sich 100m abseits der berechneten Route.” Das Radlnavi hatte es bemerkt.

Und ich meinte: “Manchmal lohnt es sich von der Route abzuweichen.” Und wir alle lachten.

Nach ein paar weiteren Hügeln kam ich endlich an die Donau. Der links-seitige offiziell ausgeschilderte Radlweg ist ab Saal a.d. Donau definitv nicht zu empfehlen. Ungeteert wäre ja ok, aber mit spitzen Steinen aufgeschottert und Löchern so groß, dass meine Räder problemlos der Länge nach rein passen, macht das Fahren sehr, sehr anstrengend. Und es gibt nicht mal irgendwelche Biergärten oder Kioske ... Als in Minoritenhof am Golfplatz ein Selbstbedienungs-Biergarten auftaucht, der komplett leer ist und endlich wieder Teer angefangen hat, bin ich absolut reif für ein Radler. Das muss jetzt einfach sein. Die Sonne hatte mich seit dem Losfahren nicht verlassen und es war richtig warm.

Ich hätte nie gedacht, dass ich mehrere Brücken der Regensburger Autobahn von unten sehe. Bis jetzt bin ich immer nur mit dem Auto drüber gefahren.

Viel später als vermutet und Gerlinde angekündigt, treffe ich endlich bei ihr ein. Sie sitzt lesend am Regenufer und wartet auf mich. Nachdem wir mich und mein Gepäck versorgt haben, gehen wir von ihrer Wohnung aus zu Fuß in circa einer viertel Stunde in die Altstadt von Regensburg.

von der steinernen Brücke aus David vs Goliath

Auf dem Rückweg nach einer sehr leckeren Salami-Pizza mit extra Gorgonzola und einem Bio-Eis der Blick auf die steinerne Brücke.Blick auf die steinerne Brücke

Was habe ich gelernt? Tagesetappen von geplanten 80 km sind eigentlich zu lang, wenn ich erst gegen 10 Uhr vormittags los komme. Dann bleibt nur wenig Zeit für Pausen. Und mit dem Gepäck bin ich in den Hügeln deutlich langsamer als gedacht.

Die Bilder lassen sich durch Anklicken vergrößern.

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