Fundstücke

QNT

Es war mal wieder schönes Wetter und Zeit für eine kleine Radlrunde. Und beim Fotografieren habe ich es nicht geschafft, die Kamera so zu halten, dass die Bäume im Hintergrund auch senkrecht bleiben.

Schatten

#QNT #Schatten

Am Samstag bin ich bei herrlichem Sonnenschein mit dem Dreirad zum Einkaufen gefahren. Und weil ein Dreirad nicht so schnell umkippt, kann ich auch ne Einkaufstasche einfach an die Seite hinhängen. So ein Dreirad ist ein prima Lastesel.

Lastesel

Und ich habe wieder eine kleine neue Straße ausprobiert, weil da kein Sackgassenschild stand. Ich bin durch das Sägewerk vorne rein und hinten wieder raus gekommen.

Und beim Sägewerk in der Nähe der Wörthmühle führt eine Brücke über die Vils.

Vils

#QNT #Dreirad

Das Wetter lud einfach dazu ein. Es war sonnig und für Januar warm. Also habe ich das Clowsmobil aus der Radlgarage geholt. Ja, Radlgarage. Die Autos stehen in der kleinen Scheune und weil noch ein dritter Stellplatz da ist, haben die Radl ihre eigene Garage. Ebenerdig, und ich brauche den Wind- und Regenschutz und die Fahne nicht mehr jedesmal abbauen ...

Radlgarage

Die erste Erkundungsfahrt ging entlang der Vils auf der kleinen Straße. Da auf der anderen Seite der Vils die gut ausgebaute Straße verläuft, war bei mir praktisch kein Verkehr. Und alle die, die mir begegnet sind, haben gegrüßt oder freundlich zurück gewunken.

Vilstal

#QNT #Rutting4 #Vilstal

Die Bilder werden beim Anklicken größer.

Als ich nach der Arbeit heimfahren wollte, rollte das Dreirad merkwürdig. Dabei hatte ich doch heute auf dem Hinweg beide Vorderreifen ordentlich aufgepumpt und es war auch super gut gerollt. Aber das linke Vorderrad war jetzt noch nicht ganz ohne Luft, aber doch sehr weich. Damit konnte ich nicht mehr fahren. Da ich keine Lust hatte jetzt den Schlauch zu wechseln, habe ich erst Mal wieder aufgepumpt.

Als ich im Englischen Garten dann aber an einem noch sonnigen Plätzchen den Spritzschutz am rechten Vorderrad neu ausgerichtetet hatte, prüfte ich noch Mal die Luft vom linken Reifen. Da war schon deutlich weniger drin als vor ner viertel Stunde. Damit komme ich nicht bis nach Hause.

Also habe ich dann doch in meine Trickkiste (äh, meinen Elbehochwassersandsack) gegriffen und den Ersatzschlauch rausgeholt und eingebaut. (Ich durfte dann auch noch den Sitz vom Felgenband korrigieren, damit das Autoventil auch wirklich durch die Öffnung durch passt.)

Und es war ziemlich schnell klar, wo die Luft entweicht. Am selbstklebenden Flicken, den ich am letzten Tag der RadlrundeSommer2019 erst dort hin geklebt hatte. Klebeflicken

Was haben wir lernen können? Selbstklebende Flicken werden im Laufe der Jahre auch ungenutzt nicht besser. Ich werde sie aus meinem Werkzeug, das ich mit mir rumfahre, entfernen und wieder ganz normale Flicken mit Kleber einpacken.

#QNT

Das Bild wird beim Anklicken größer.

Heute geht's nach Hause. Heute ist fahren, fahren oder fahren angesagt. Knapp 100 km liegen vor mir.

In der Nacht hatte es geregnet. Morgens war es noch immer warm und dunstig. Nach einem frühen Frühstück mache ich mich auf den Weg. Irgendwann lande ich auf dem Vils-Donau-Radweg. Gut zu fahren. Gegenwind von vorne, da wo die dunklen Wolken wohnen. Aber ich habe Glück und selbst die Grenze von dunkelgrauen zu hellen Wolken gibt keine Tropfen her.

Ich biege ab und radle mal wieder bergauf, bergab ... und als dann der Regen anfängt, stelle ich mich für ne gute halbe Stunde unter und warte die dicksten Schauer ab. Als es dann heller wird, ziehe ich die Regenjacke an und fahre weiter. Erst nur wenig Regen, dann mehr Regen und dann ein weiches linkes Vorderrad. Immerhin nur weich, und nicht platt. Ich kann also weiter fahren.

Ok, wo ist im nächsten Dorf eine überdachte Stelle ... Und dann bietet sich in einer Seitenstraße in Högersdorf ein super duper quadratisches Buswartehäuschen an. Das ist so groß, dass ich mein ganzes Dreirad komplett reinschieben und sogar umlegen kann. Es sind rundum Sitzbänke angebracht, so dass ich mein Werkzeug ausbreiten kann ... Nachdem ich den Schlauch ausgebaut hatte, war schnell klar, das der selbstklebende Flicken einen kleinen Abluftkanal gebildet hatte ... Also Flicken runter, neuen Flicken drauf. Erst mal alles gut. Fahrrad wieder aufpackeln und sogar der Regen hatte in den 40 Minuten aufgehört. Ein paar Kekse habe ich auch gleich noch vernascht. Es blieb aber jetzt eher kühl und ich bin mit Windjacke gefahren.

In Erding bin ich an einem Müller-Backshop vorbei gekommen. Und ich konnte mir die letzte Mohnschnecke kaufen. Und ich habe sie auf dem Parkplatz auch gleich gegessen. Und mein dreckiges Dreirad, das so ein bisschen angeranzelt aussieht, stand vor dem Fahrradständer und ich merkte, dass ich wieder im “Speckgürtel” von München angekommen war. Das Rad und ich wurden sehr merkwürdig angeschaut. Gut 20 km vorher war da noch viel mehr Offenheit und Freundlichkeit in den Blicken der Menschen. (In Hohenau im “tiefen Woid” rollerte ich durchs Dorf und einer rief mir hinterher: “Nimmst 'mi mied?” oder lustige Bemerkungen oder Lächeln. )

Und so bin ich von Erding nach Moosinning, und bin auf dem Radweg Straßen gefahren, die ich kenne, weil ich sie jahrelang mit dem Auto gefahren bin, weil ich zum Zuschnittabholen nach Pretzen fuhr. Jetzt also, nach vielen Jahren diese Strecke mit dem Rad.

Ab Moosinning brauche ich kein Navi mehr. Hier kenne ich mich aus.

Entlang der BMW-Teststrecke kommt der zweite Regenschauer und ich bin froh, dass ich mein Dach habe. Auch wenn es nur Teile vom Regen abhält ...

Die Baustelle, die ich noch vor Wochen mit Stefan durchqueren konnte, ist jetzt ordentlich verriegelt und verrammelt. Da ist kein Durchkommen; schon gleich gar nicht nicht meinem bepackten Dreirad. Also Rolle rückwärts und nach Ismaning hinein.

Ich bin schon lange nicht mehr mit dem Rad durch Unterföhring gefahren. Und das hat seinen guten Grund. Und es ist nicht besser geworden in den letzten 10 bis 15 Jahren. Absolut nicht empfehlenswert.

Und weil ich den Autoverkehr echt leid bin, fahre ich zum Aumeister, um in den Englischen Garten zu kommen. Juhu, endlich der dritte Schauer in ordentlicher Qualität. Mir ist das inzwischen vollkommen wurscht. Ich bin bald daheim.

Und hier schließt sich der Kreis, die Runde ... Alt-Text

Auf dem Hinweg bin ich am Oberföhringer Wehr auf dem rechten Isarufer weiter gefahren. Heute komme ich vom linken Isarufer. Und wieder ist es feucht, wie beim Start der Tour auch. Siehe hier

Das rappeln vom Hinterrad wird immer stärker. Dass der hintere Mantel ein bisschen durchgefahren ist und leicht löchrig ist, weiß ich ja. (Was mich aber nicht besonders gestört hat, weil ich erstens auf dem Hinterrad zwei Fahrradmäntel ineinander fahre und zweitens ein Ersatzmantel in der Trickkiste mitfährt.)

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Aber soo groß war das Loch doch bisher noch nicht. Das blaue ist übrigens die Schutzschicht, die dafür sorgen soll, dass keine spitzen Gegenstände durch den Mantel bis zum Schlauch durch kommen. Ok, dann fahre ich jetzt halt den kürzesten Weg nach Hause und mache keine “unnötigen” Umwege mehr.

Um 17:30 Uhr stehe ich nach 100 km vor der Haustür. Jetzt reichts erst mal für heute mit radeln.

Was habe ich gelernt? Das radeln hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich will sicher noch Mal entlang von Isar, Vils, Rott oder Inn radeln. Wer weiß, evtl. erst zu meinen Eltern und dann die Salzach abwärts und durch Niederbayern wieder zurück? Ich werde die Tagesetappen kürzer machen. Wenn ich FreundInnen besuche, werde ich mir dafür mehr Zeit nehmen. Ich habe den für mich richtigen fahrbaren Untersatz, meinen rollenden Wohnzimmersessel, mein Gute-Laune-Gerät, das Clows-Mobil.

#RadlrundeSommer2019 #Radlrunde #QNT

Heute gibts wieder eine längere Fahrtstrecke von Schärding nach Binabiburg in der Nähe von Vilsbiburg. Erst entlang der Rott und dann ins Vilstal.

Vor dem Frühstück hatte ich fast alle meine Sachen schon wieder gepackt und war um viertel vor 8 beim Frühstück.

Das fängt ja mal gut an. Umleitung, weil gleich die erste (Holz-)Brücke über die Rott gesperrt ist. Aber, großes Lob, die Umleitung für die Radler ist vorbildlich ausgeschildert. (Und das habe ich auf dieser Tour das erste Mal erlebt, dass eine Umleitung für Radler ordentlich beschildert ist.)

Der Rott-Tal-Radweg ist sehr gut beschildert und herrlich auf kleinen geteerten Straßen durch die Felder zu fahren. Und die Rott ist nicht begradigt und schlängelt sich oft in Sichtweite hinter Bäumen.

Die ↗Wegwarte stand am Wegesrand ... Alt-Text und die Biene flog mir ins Bild.

#Wegwarte

Leicht wellige offene Landschaft ... wie ich sie mag. Alt-Text

Und dann kommt RadlerIn in einen anderen Landkreis, und es ändert sich grundlegend. Da wird dann für jeden ungeteerten Feldzugang ein Vorfahrt-achten-Schild auf den Radweg gestellt, selbst wenn der andere Weg nach 5 m endet ... So macht radln auf einem ausgeschilderten Weg nur wenig Spaß, wenn mensch dauernd bremsen und schauen muss und dann wieder beschleunigen. Da fahre ich dann echt lieber auf kleinen Straßen, weil da sieht mich jeder ... Da wird der Radlweg vor einer Tankstelle zu einer Sackgasse gemacht und mensch kommt auch durch den Grünstreifen auf der einen Seite und den Gartenzaun auf der anderen Seite nicht mehr runter ...

Kirschen mag ich normalerweise am liebsten im Kuchen oder Joghurt, aber esse sie nur selten einfach so. Pflaumen esse ich so gut wie nie. Aber ↗Kirschpflaumen mag ich. Auch wenn der Kern relativ groß ist. Alt-Text Und in Bad Birnbach sind sie mir praktisch vors Rad gefallen. Ich brauchte mich nur hinstellen und warten und schon fielen wieder reife Früchte vom Baum auf den Radweg ... (Ich brauchte somit kein Risiko eingehen und die massenhaft schon auf der Erge liegenden Früchte aufsammeln.)

Vor Pfarrkirchen bin ich auf der alten Straße durch eine Lindenalle mit fast 200 Bäumen gefahren. Toll, dass es sowas bei uns noch gibt. Alt-Text Wenn ich in Brandenburg radle freue ich mich immer, wenn ich dort durch die herrlichen Alleen fahren darf.

Die für mich typische Kombination: alkoholfreies Weißbier für den Durst und ein Stück Kuchen für den Kaloriennachschub. Alt-Text

Freiwillig tiefer gelegt. Weil ich hörte, dass am Hinterrad was Geräusche machte, habe ich im Schatten angehalten und nachgeschaut. Und ja, ich hatte mal wieder die Befestigung der Ritzel von der Schaltung hinten beim Fahren gelöst und sie schlackerten ein bisschen. Und wenn ich das Hinterrad eh schon draußen hatte, konnte ich auch gleich noch das Spiel vom Radlager enger stellen, damit das Hinterrad nicht mehr so hin- und her wackeln kann. Alt-Text Und passenderweise war auf der anderen Straßenseite in den Bäumen noch ein Bach, in dem ich mir meine schwarzen Hände mit etwas Sand als Waschpaste säubern konnte.

Angekommen, sehr freundlich empfangen worden, Zimmer bezogen, Fahrad gut versorgt, geduscht, schattiger Platz unterm Baum im Biergarten und Alt-Text eine dunkle Radlermaß.

Das waren dann heute 95 km geworden. Und es war heiß gewesen. Zum Teil 32 Grad ...

Ich danke allen, die sich im ↗Wirtshaus zur Bina um mich gekümmert haben für die Freundlichkeit und dass sie alles möglich gemacht haben, wonach ich gefragt hatte, ob das möglich ist. Ich habe mich sehr wohl gefühlt.

#RadlrundeSommer2019 #Radlrunde #Blüte #Biene #hellblau #Allee #QNT #Biergarten

Heute fahre ich wieder weiter. Ab jetzt geht's heimwärts (ca 240 km sind das nach aktueller Planung). Von Hohenau nach Passau und dann entlang am Inn nach Schärding sind es nur ca. 60 km.

So begrüßte mich der Morgen; mit Morgennebel und fast keiner Sicht. Morgennebel

Weil Jamila mich gebeten hatte, ihr noch ein paar Blumen zu fotografieren, bin ich vor dem Frühstück mit der Kamera noch los. Alt-Text

Ich finde es immer wieder faszinierend, wie die kleinen Wassertropfen als Vergrößerungsglas wirken können. Hier wird sichtbar, dass die Blütenblätter auch noch eine Riffelung haben.

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Jetzt habe ich mich von allen verabschiedet und mein braves Alu-Stahl-Roß wieder bepackt. Es geht los. Alt-Text

Und ja, es fährt vorbereitetes Rohmaterial für einen hölzernen Handschmeichler mit nach München. Da lag im Wald einfach ein sehr grades fast astfreies Stück Stamm im richtigen Durchmesser rum. Da kann ich doch nicht einfach dran vorbei gehen.

Von dem angekündigten Regen sind noch die Wolken zu sehen. Alt-Text

Huch, 27% Zum Glück brauche ich die nur runter fahren. Alt-Text Das ist der Berg runter zum ↗Carbidwerk Freyung Und ja, der Berg ist richtig steil. Wenn ich bei 40 km/h kurz die Bremsen los gelassen habe, dann habe ich nochmal ordentlich beschleunigt.

Was keiner hingeschrieben hat war, dass es auf der anderen Seite nur mit 20% wieder hoch geht. 😂

Und es gab auch eine Stelle, da fuhr ich auf einer kleinen Straße neben der Bundesstraße und es ging bergab und auf einmal war einfach keine Straße mehr zu sehen, weil hinter der Kuppe es so steil bergab ging, dass ich von meiner tiefen Sitzposition im Dreirad nicht sehen konnte, wohin die Straße nach unten verschwindet. Ein sehr merkwürdiges Gefühl ins “Nichts” zu fahren ...

Blick zurück; da komme ich her Alt-Text

Den ↗Blutweiderich wollte ich ja schon länger auf der Fahrt fotografieren. Und wenn er sich jetzt tatsächlich genau neben die Straße so schön blühend stellt, brauche ich wirklich nur noch anhalten, absteigen und fotografieren. Alt-Text

Es ist doch erstaunlich, was sich manche Verkehrsplaner für “lustige” Verkehrshindernisse ausdenken. Drehkreuze, um keine Radler durchfahren zu lassen. Drehkreuz Und nein, ich bin nicht durch die linke Seite durch, sondern ich habe einen “Flügel” vom Drehkreuz hinter dem Wind-und-Regenschutz und vor dem Sitz eingefädelt und dann das Rad durchgeschoben.

Ja, ich weiß, der Zusammenfluß von rechts Inn und ganz links Donau sieht als Panorama hier am Spitz ganz merkwürdig aus. Alt-Text

Und an diese Stelle erinnere ich mich noch, weil wir in der fünften Klasse am Ende des Jahres eine Klassenfahrt in den Bayerischen Wald unternommen haben und auch Passau angeschaut haben. Hier stand ich schon als Knirps. Alt-Text

Ich finde den Blick auf die Altstadt von Passau von der Innbrücke aus viel schöner ... Alt-Text

Richtig leckerer Expresso im KaffeeWerk in der Innstadt von Passau. Alt-Text

Der Inn-Radweg auf österreichischer Seite fährt sich super gut. Selbst wenn er unbefestigt ist, ist er gut gemacht.

Ein bewohntes Holzhaus. Alt-Text

Juhu, ich kann mir eine Lattella Maracuja kaufen. Alt-Text

Blick in Schärding über den Inn auf die andere Seite. Alt-Text

Eigentlich hatte ich ja schon in einem Lokal Platz genommen, das eine sehr ruhige Terasse im ersten Stock mit Blick auf den Inn hatte. Aber die Küche dort arbeitet nur bis 20 Uhr abends. Hmmm, dann kriege ich dort nix mehr zu Essen. Schade. So bin ich halt wieder zurück und habe einen Platz auf der eher lauten Terasse beim Italiener (auch im ersten Stock) bekommen. Alt-Text

Mal wieder Spinat-Gorgonzola-Pizza. Und reichlich Schimmelkäse. 😋 Alt-Text

Diese schönen bunten Häuser hatte ich bis jetzt nur im Internet gesehen, als ich ein Hotel in Schärding gesucht hatte. Jetzt stehe ich davor. Alt-Text

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#QNT #Blüte #Dreimasterblume #lila #Nebel #Blutweiderich #Passau #Schärding #Inn #RadlrundeSommer2019 #RadlRunde

Der Blick aus meinem Zimmer im 2. Stock. Da sind auch die Seerosen von Ruhetag 2 zu erahnen. Ausblick

Ich hatte ja daheim in meine Trickkiste (also den Elbehochwassersandsack) noch 2 Zungen von einem durchgelaufenen Paar Schuhe eingepackt. Und weil für morgen noch etwas Regen angesagt ist, wenn ich wieder radle, ist jetzt ein guter Zeitpunkt, mit diesen Zungen die vorderen Schutzbleche als Spritzschutz zu verlängern. Und nein, einen Schönheitspreis gewinne ich damit sicher nicht. (Also weder mit diesen Lederlappen noch mit dem ganzen Dreirad.) Spritzschutz

Pilzchen in der Wiese Pilzchen

#RadlrundeSommer2019 #Radlrunde #QNT #Pilz

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Heute geht's von Maxhütte am Regen zurück nach Regensburg und dann die Donau abwärts bis kurz vor Deggendorf.

Nach einer ruhigen Nacht gab es ein ausgedehntes gemütliches Frühstück mit frisch gepresstem Orangensaft und gekochtem Ei und frischen Semmeln und sonst noch allerlei leckeren Dingen.

Christa kam vorbei, um das Handy von Sam zu holen und konnte so die Gelegenheit nutzen, auch das Dreirad von mir auszuprobieren. Das hat ihr sichtlich Spaß gemacht. So wurde es dann doch fast 11 Uhr, bis das Rad aufgepackt, Abschiedsfotos gemacht waren und ich um die Ecke bog.

Vielen Dank an Ingrid und Karl-Heinz für die herzliche Aufnahme, sehr zuvorkommende Versorgung und die gute Zeit mit euch. Ich habe mich sehr wohl gefühlt und komme gerne wieder.

Den Weg nach Regensburg kannte ich ja schon aus der anderen Richtung; diesmal habe ich nur ein paar Ecken ausgelassen.

Hinter Regensburg verläuft der offizielle Radlweg unterhalb vom Deich, so dass von der Donau erst mal ne Zeit lang nix zu sehen ist.

Hier taucht die Walhalla auf. Blick auf die Walhalla

Schon seit geraumer Zeit kann ich Wolken beidseits der Donau beobachten. Die südlich wachsen immer weiter und werden dunkler. Die nördlich sind unentschieden. Wolken beidseits der Donau

Selbst zum Segeln wird die Donau genutzt. Böotchen

Nördlich der Donau leuchtet das Schloß von ↗Wörth Wörth

Etwas später an einer Brücke machte ein Radlerpärchen Halt. Und die asiatische (japanische?) Frau winkte mir und machte Zeichen. Also hielt ich an und wir unterhielten uns ein bisschen über woher und wohin und über das Dreirad. Und dann fragte sie noch, ob sie mich fotografieren darf. Klar durfte sie.

Sonniges Päuschen in Sichtweite zum Mobilfunkmasten, der Hörweite der Autobahn und schönem warmen autofreiem Teer zum Sitzen. Alt-Text

Ich saß gemütlich und habe meine Brotzeit gegessen und dann hat sogar ein Rennradler extra angehalten und gefragt, ob alles in Ordnung ist.

Hier verläuft der Radlweg auch mal oben auf dem Donau-Deich. Donaudeich

und ein Teich oder Altwasser mit zum Teil abgestorbenen Bäumen. Altwasser

An der Baustelle vom Gäubodenfest in Straubing vorbei in die Fußgängerzone. Alt-Text Endlich ein Eis für mich.

Hier verließ ich die Donau und fuhr zum Regenbogen. Regenbogen

Ich bin dem immer kleiner werdenden Regenbogen sicher 20 Minuten lang gefolgt. Und nein, ich habe keinerlei Regen von oben abbekommen. Aber irgendwann waren die Straßen alle richtig naß.

Sogar an einem Feld mit Soja-Bohnen bin ich vorbei gekommen.

Gegen 19 Uhr bin ich dann mit 99 km dann doch endlich im ↗Hotel Burgwirt angekommen. Ich habe eine sehr luxuriöse Unterkunft im Nebengebäude bekommen. Gebucht hatte ich ein Einzelzimmer, bekommen habe ich ein Suite. 1 Schlafzimmer, ein extragroßes Bad mit Fenster und ein Raum mit Sofa und Fernseher und Wasserkocher. Am Boden schönes Holzparkett in Fischgrätoptik verlegt ...

Nach dem Duschen gab's leckeres Abendessen und noch ein dunkles Bier dazu. Mein Dreirad bekam auch Platz in einer Garage und war somit gut geschützt und aufgeräumt.

#RadlrundeSommer2019 #Radlrunde #QNT #Regenbogen #Donau

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Nach einer guten Nacht und einem gemütlichen Frühstück gings noch eine Runde mit Hund und Katze. Die Katze begleitet öfters das Gassi gehen und ist dann in der Nähe, 50m weiter hinten, kommt dann wie eine Rennkatze angeschossen und setzt sich dann und wartet.

Nachdem auch der gefühlt 2m lange Sebastian eine kleine Proberunde in dem Dreirad gedreht hat, bei dem seine langen Beine nur ganz knapp unter den Wind- und Regenschutz passten, geht es etwas später als geplant auf Tour. (Eigentlich hatte Kathrin mir “angedroht”, dass sie am Donnerstag früh weg muss.)

gepacktes Dreirad

Ich habe am Navigationsprogramm entdeckt, dass es jetzt auch die Höhendaten für die Routenplanung auswerten kann. Das habe ich doch gleich mal ausprobiert und damit das Handy für 10 Minuten beschäftigt für die Route nach Regensburg.

Es hat dann jedenfalls mich nicht an der Donau entlang, sondern erst nach Osten und dann hinter Kehlheim an die Donau geschickt. So umfahre ich den Donaudurchbruch ...

Nur fahre ich irgendwie schon wieder in die Hügel hinein ... an einem Kieswerk vorbei hinauf und hinten runter und dann kommen mir diese Hopfenstangen doch bekannt vor ...

Was ich nicht kannte/wußte ist, dass die zukünftigen Hopfenstangen gleich auf die gewünschte Länge zurecht geschnitten dort getrocknet werden.

zukünftige Hopfenstangen

Dreirad

Hopfenland ... Hopfenfelder

An der ↗romanischen Kirche von Biburg konnte ich definitv nicht einfach so vorbei fahren.

Kirche von der Tür aus

Zum Glück für mich wurden fast alle nachträglichen Veränderungen und Einbauten in den 60er Jahren wieder ausgebaut. So ist es jetzt wieder eine schlichte Kirche, die einfach durch ihren Raum und ihre Bauart beeindruckt.

vom Altarraum aus

Tür

Und als ich wieder vorne in der Nähe der Tür war, standen 2 weitere Personen in der Kirche. Und dann fing das Navi an zu quäken: “Sie befinden sich 100m abseits der berechneten Route.” Das Radlnavi hatte es bemerkt.

Und ich meinte: “Manchmal lohnt es sich von der Route abzuweichen.” Und wir alle lachten.

Nach ein paar weiteren Hügeln kam ich endlich an die Donau. Der links-seitige offiziell ausgeschilderte Radlweg ist ab Saal a.d. Donau definitv nicht zu empfehlen. Ungeteert wäre ja ok, aber mit spitzen Steinen aufgeschottert und Löchern so groß, dass meine Räder problemlos der Länge nach rein passen, macht das Fahren sehr, sehr anstrengend. Und es gibt nicht mal irgendwelche Biergärten oder Kioske ... Als in Minoritenhof am Golfplatz ein Selbstbedienungs-Biergarten auftaucht, der komplett leer ist und endlich wieder Teer angefangen hat, bin ich absolut reif für ein Radler. Das muss jetzt einfach sein. Die Sonne hatte mich seit dem Losfahren nicht verlassen und es war richtig warm.

Ich hätte nie gedacht, dass ich mehrere Brücken der Regensburger Autobahn von unten sehe. Bis jetzt bin ich immer nur mit dem Auto drüber gefahren.

Viel später als vermutet und Gerlinde angekündigt, treffe ich endlich bei ihr ein. Sie sitzt lesend am Regenufer und wartet auf mich. Nachdem wir mich und mein Gepäck versorgt haben, gehen wir von ihrer Wohnung aus zu Fuß in circa einer viertel Stunde in die Altstadt von Regensburg.

von der steinernen Brücke aus David vs Goliath

Auf dem Rückweg nach einer sehr leckeren Salami-Pizza mit extra Gorgonzola und einem Bio-Eis der Blick auf die steinerne Brücke.Blick auf die steinerne Brücke

Was habe ich gelernt? Tagesetappen von geplanten 80 km sind eigentlich zu lang, wenn ich erst gegen 10 Uhr vormittags los komme. Dann bleibt nur wenig Zeit für Pausen. Und mit dem Gepäck bin ich in den Hügeln deutlich langsamer als gedacht.

Die Bilder lassen sich durch Anklicken vergrößern.

#Radlrunde #RadlrundeSommer2019 #QNT #Regensburg #Hallertau