Küstenkladde

reisekladde

Das Fremde ist nicht verschwunden in der Welt, es hat nur seinen Platz verloren. Irrt herrenlos umher.

Der Tag startet mit der Lektüre des “Sommernachtstraums“ von Tanya Lieske.

Das Buch beginnt im Januar. Eine Schulklasse probt den Sommernachtstraum und spiegelt gleichzeitig die Alltags-Erlebnisse der Schüler:innen, Lehrer:innen und Eltern wider.

Nach dem Morgentee beende ich einen Brief an eine Freundin und lege ihn zu den kleinen Geburtstagsgeschenken in einen Umschlag.

Es hat wieder geschneit.

Weiterlesen...

Es stürmt.

Beinahe wie ein

Wüstenwind, so warm.

Die langen dünnen Zweige

der Weide fliegen wie Langhaar

hin und her.

Vorne ist noch Sommer,

hinten schon Herbst.

Mittags ist es warm,

nachts kalt.

Herbst -

Zeit der Gegensätze.

#Möwenlyrik

Weiterlesen...

Die Abendsonne färbt die zarten Wolken rosarot. Die Herbstfeste werfen hier an der Küste ihre Schatten voraus wie hier das Lichterfest.

Weiterlesen...

Es regnet den ganzen Tag.

Selbst der Hund verschläft, weil es so dunkel ist.

Ich zünde ein paar Kerzen an, wobei zünden nicht der richtige Ausdruck ist. Ich schalte ein paar Kerzen ein. Es gibt Worte, die klingen einfach nicht so romantisch. LED, bäh, oder Fernbedienung.

“Kein offenes Feuer!”

Das muss an den vielen Brandschutzseminaren liegen, die während eines Arbeitslebens so anfallen, mittlerweile online: Lernpfad Gesundheits-, Arbeits- und Brandschutz. Alles in einem Rutsch!

Zusammen mit Köchinnen, Hauswirtschafterinnen, Hausmeistern, Psychologinnen, Ärztinnen und Pädagoginnen war es damals auch nett. Wir saßen alle in einem Seminarraum, während vorne ein Feuerwehrmann viele Warnungen ausstieß. Da ich lange nicht mehr in einer Fortbildung gewesen war, war mir zunächst nach Rumalbern, aber das war nicht angemessen. Also brav zuhören. Ich konnte noch einiges lernen.

Kaffeeklatsch.

Telefonate sind irgendwie selten geworden. Es gibt mehr Spams als echte Anrufe. Und weitaus mehr Textnachrichten als Telefonate.

Aber heute hatten die Freundin und ich einen ausgiebigen Schnack-Klön, wie die Norddeutschen sagen. Echter virtueller Kaffeeklatsch!

Weiterlesen...

Sommer und Herbst an einem Tag!

Morgens und abends ist es kalt an der Küste, die Blätter fegen über die Straße – dazwischen heiss, so dass die Haut brennt und das Wasser aufwärmt.

Einer der dicken Pötte hat heute ein Wendemanöver auf See geleistet. Ein Containerschiff, nur noch ein paar Meter vom Skandinavienkai entfernt, drehte plötzlich mitten auf See um und fuhr davon.

Der Skandikai – wie die Einheimischen sagen – wurde nicht angefahren.

Warum, weshalb, wieso? Werden die Lokalnachrichten darüber berichten?

Diese Staycation arten in ein Kreativtreff aus. Klavier lernen, lesen, malen.

Aber für den Augenblick einfach kein Stress und am Steg abhängen, in die Sonne blinzeln, Pötte beobachten und schwimmen.

Obwohl …

Weiterlesen...

Hier im Norden heißt es Sonnabend. Wenn ich das früher hörte, dachte ich, aha, ein Nordlicht also! Die meiste Zeit meines Lebens hieß dieser Tag Samstag. Damit verbinde ich schwarze Farbe und ein Tier. Ein Sams. Eine Art Biber. Oder so wie das, was sich Frauen früher um den Hals legten. Einen weichen Fuchs, aber eben in schwarz. Seltsam, oder? Als neues Nordlicht übernehme ich daher gerne:

Sonnabend! Da steckt Leuchtkraft drin. Sonnenschein. Der Sonntag scheint durch den Abend schon hinein.

Weiterlesen...

Jansens Pott hat ein Blogstöckchen geworfen hat. Es geht um #blogfragen und an der Challenge beteilige ich mich sehr gerne! Danke für die Initiative!

Warum hast Du ursprünglich mit dem Bloggen angefangen?

Die Idee kam auf, als ich nach Urlaubsreisen mit Hund gesucht habe. Blogs waren damals die beste Quelle und als wir selbst einige Erfahrungen gesammelt haben, hatte ich Lust darüber zu schreiben. Das Blog habe ich #Reisekladde genannt.

Weiterlesen...

Worpswede, Worpswede, Worpswede!

Versunkene-Glocke-Stimmung!

Birken, Birken, Kiefern und alte Weiden.

Schönes braunes Moor, köstliches Braun!

Die Kanäle mit den schwarzen Spiegelungen, asphaltschwarz.

Die Hamme mit ihren dunklen Segeln,

es ist ein, es ist ein

Wunderland,

ein Götterland.

schreibt Paula Modersohn-Becker am 24. Juli 1897 über ihren ersten Besuch in ihr Tagebuch.

Den Spuren von Paula, aber auch Clara und Martha, möchte ich heute folgen und lenke mein Fahrrad, dem Fritz-Overbeck-Weg folgend, über den Weyerberg zum Barkenhoff (niederdeutsch für Birkenhof).

Weiterlesen...

“Worpswede”.

Ein paar Mal musste ich es aussprechen, noch öfter schreiben, bis es so richtig fehlerfrei gelang.

“Worps bedeutet Hügel, Wede der Wald” erläutert die Webseite.

Das Reiseziel war als Microabenteuer schon länger im Blick. Sehr spontan entschied ich am Abend vorher, mein Fahrrad (eBike) mitzunehmen.

Und das war eine weise Voraussicht.

Reisend unterwegs sein.

Reisende sind interessant für andere Menschen. “Wo kommst du her? Wo gehst Du hin?” Ein bisschen fühlt es sich wie auf einem Pilgerweg an, so stelle ich es mir jedenfalls vor. Oder beim Camping.

Meine Beobachtung: Menschen mit Fahrrädern sind interessanter als Menschen mit Koffern.

Weiterlesen...

Moin!

Sabine, gebürtige Rheinländerin, vor ein paar Jahren an die Küste gezogen.

In Küstenkladde findet ihr #Möwenlyrik #Küstennotizen #Frühling #Sommer #Herbst #Winter #Gelesen #Gesehen #Gehört #frauengestalten #Reisekladde #EinTag

Die Hashtags führen Euch zu den entsprechenden Beiträgen.

Im Netz findet ihr mich auf Mastodon.