Wald und Höhle

Lauf. Stein. Weg.

Mit dem Laufen angefangen, geht eigentlich, fühlt sich wie Sport an, wie echte Anstrengung, man kommt ins Schwitzen. Im Grunde würde ich ja am liebsten einfach immer nur auf Berge steigen, aber da hier keine sind, muss ich vielleicht einfach im Flachen rumrennen? Geht aber leider sofort volle Pulle auf den Rücken, nach drei oder vier mal Laufen schon das deutliche Gefühl, der Hexenschuss stünde kurz bevor, so als krampften die ganzen Rückenmuskeln. Man wird sehen, wohin das alles führt. Ich mach keine großen Pläne im Moment, lebe von Tag zu Tag, Woche zu Woche. Keine weiteren Horizonte im Blick.

Bei Steinway war ich letzte Woche, den alten Flügel verkloppen. Kein New Yorker sei mein Steinway, wurde mir beschieden, weil nicht eckig an der Seitenkante. Erinnere mich deutlich, wie ich den Steinway vom ersten Tag an hasste, als mein Vater ihn neu hatte, ich fand den Anschlag immer ganz schlecht zu dosieren, finde das heute noch, kein wirkliches piano möglich, der alte Bechstein war viel softer, viel schöner im Ton, der Steinway viel zu laut und nur grell, aber mein Vater, wie er mit einem für ihn wirklich seltenen Leuchten in den Augen verkündete: Das ist ein New Yorker! Und wie selten die in Europa seien. Jetzt ist er am Ende nicht einmal das mehr. Fast mag ich schon diesen verhassten Flügel wieder, weil er so ein bescheuertes Stiefkind ist, das gar keiner richtig lieb hat. Steinwayheini antwortet aber auch nicht auf meine Mail, ich habs ja kommen sehen: Es wird schwer, das verfluchte Ding loszuwerden.

Crazy natürlich, in so einer Steinwayfiliale rumzustehen, plötzlich stupst mich was von unten an, ich hüpfe halben Meter zurück, ist es ein silberbraunmetallic lackierter Hund mit Diamantcollier um den Hals, ich im Kapuzenpulli und mit C.s altem Sternentuch um den Hals. Ich verkleide mich ja nicht, bloß weil ich zufällig mal bei Steinway reinschneie, aber dann kommt man sich eben doch plötzlich so vor, als wäre man auf einem anderen Planeten gelandet. Dem Steinwayheini gings wohl ähnlich, mehrfach fragte er mich, wo denn der Flügel stehe. Auf die Meldung: Hier in Berlin, hier in dieser Stadt, reagierte er ungläubig, hatte den Flügel sich wohl an exotischerem Ort vorgestellt. Tatsächlich war ich ja zu Fuß hingelaufen, so nah sind die völlig anderen Welten, und das ist ja die eigentliche Tiefendimension von Stadt: Zu Fuß zum Legoladen, zu Fuß zum Steinwayladen: Das Disparate auf engstem Raum zusammengeschoben, aber im Legoladen fühle ich mich dann doch wohler, am wohlsten eigentlich auf den Bergen, die es hier nicht gibt.

Blogo Kunst Figur

Heute beim Frühstück fiel mir wieder ein, dass ich doch neulich im Online-Magazin Ups! gelesen hatte, wie die von einer Kunstfigur ersonnene Kunstfigur einer anderen ausgedachten Kunstfigur die Worte in den Mund legte – nur sinngemäß aus dem Gedächtnis zitiert jetzt – sie, die Kunstfigur der Kunstfigur, sei doch mal angetreten, um diese „Mein Sohn heute beim Frühstück“-Scheiße aus der Bloggerei rauszuschmeißen. Aber die Bloggerei ist eben mal immun gegen diese Figurenkunst. Die Bloggerei erträgt nur die Pseudofigurationen eines Don Alphonso, der selber, soviel ich weiß, gar keine Söhne hat, sich aber dennoch sicherheitshalber den doppelten Boden der Kunstfigur in sein Blog eingebaut hat: Wenns mal Probleme geben sollte: Es hab ja gar nicht ICH diesen ultrarechten Blut-und-Boden-Schmarrn gesagt, haha, es war ja bloß die KUNSTFIGUR!

Mein Freund aber, der Chefredakteur und Kloputzer der Ups! ohne Gimmick, der wirklich diese Fähigkeit hat, sich Figuren auszudenken – sagt man eigentlich die Ups!, oder der Ups!, oder das Ups!? – naja, mein alter Freund Uppsi also (Nachname der Redaktion bekannt), was soll ich euch über ihn erzählen? Er ist ein Schriftsteller ohne Verlag. Das ist die Kurzversion. Einer der ganz großen Schreiber unserer Generation haut sein Werk verlagslos ins Internet und versucht in seiner Verzweiflung, von innen heraus die Blogosphäre zu reformieren. Es ist eine Tragödie, schluchzte die plötzlich zur Tür hereinstürzende Donna Analphabeta, und zerschmetterte ein Kruzifix auf dem Steinboden der uralten Kapelle, die plötzlich auch da war.

Ich selber, muss ich aber jetzt auch noch mal dazu sagen, frühstücke eigentlich gar nicht.

31.08.2017 Es gibt diese mir unvergessliche Szene aus dem Film „Die Zeitmaschine“, wo der Time Traveller bei den unglaublich glücklichen Eloi in der Zukunft ankommt, und er denkt erst: Toll, fantastisch, was für eine wundervolle Zeit, die da auf uns Menschen zukommt. Bis es ihm doch seltsam vorkommt, fast ein bisschen dumm kommen die rüber, diese blumenbekränzten, leichtfüßigen Glücklichen, die immer nur lachen und spielen, und der Time Traveller fragt sie: Habt ihr denn keine Bücher? Und da sagt einer der Eloi: Bücher? Klar haben wir Bücher. Und führt den Time Traveller zur Bibliothek der Eloi. Und der nimmt das erste Buch aus dem Regal, und es zerfällt in seinen Händen zu Staub. Der Time Traveller verzweifelt, weil er versteht: Die Bücher sind von damals: Aus seiner Zeit, aus seiner Epoche. In dieser Zukunft aber, in die er selbst vorausreiste, sind diese Bücher nichts mehr, unlesbar, ungreifbar, sobald man ein Buch in die Hand nimmt, ist es nur noch ein unlesbarer Staub.

Mir fiel dies eben wieder ein, nachdem ich den Comic „Maus“ von Art Spiegelman in die Hand nahm. Er kam aus der letzten Kiste, die ich aus der Wohnung meiner toten Mutter rausholte, und beim Blättern blätterten die Blätter eins nach dem anderen so aus dem Buch heraus. Die Bücher zerfallen jetzt, das ist einfach so, ich spüre das in jeder Faser, sie zerfallen und offenbaren ihre eigentliche Unlesbarkeit und Staubnatur. Und ich könnte der glücklichste der Eloi sein, wäre ich nicht blöderweise der Time Traveller, der noch eine dunkle Erinnerung daran bewahrt, wie geil es einstmals war, diese eigentümlichen Dinger wirklich zu LESEN.

Down in Albion

Jetzt war ich schon so oft in England, wahrscheinlich kein Land der Erde, das ich schon so oft bereiste, und doch hab ich erst jetzt verstanden, wie scheiße da ja wirklich das Wetter ist. Im Grunde haben wir die ganze Zeit nur gefroren, während die Engländer in kurzen Hosen und Sandalen ihren Sommer genossen, es ist grotesk, man kann sich nicht verständigen, die einen fahren links auf der Straße, die anderen rechts. Der eine findet, 15 Grad und teuflischer Wind sei ein Sommer, der andere findet das nicht. Ich bin dieser andere. Beim Camping am Tannenbaum fror mir nachts buchstäblich der Arsch ab, diese vier Buchstaben, die für die mathematisch ganz korrekten Erbsenzähler ja eigentlich sogar fünf sind: ARSCH.

Peak District. Toll natürlich andererseits, so ein touristisch völlig unerschlossenes Terrain zu bereisen, als Fremder wird man automatisch begafft, ich sag drei Worte in meinem Deppenenglisch, sofort bin ich der Freak, der Deutsche, der Arbeitskollege eines Arbeitskollegen war auch schon mal in Deutschland gewesen, aha, so richtig Gesprächsstoff bietet das nicht, aber egal.

Mitten im Peak District, am River Derwent, hat sich vor Zeiten etwas Denkwürdiges ereignet: Man hat eine Maschine erfunden, die aus Baumwolle einen Faden spinnen konnte. Die Maschine wurde durch ein Mühlrad im Wasser angetrieben und spann den Faden hundertmal schneller als vormals die Finger von Menschen, vorzugsweise Frauen, an einem Spinnrad es vermochten. Diese Erfindung war notwendig geworden, da der automatische Webstuhl die Fäden schneller verweben konnte als die Frauen an ihren Spinnrädern den dafür notwendigen Faden produzieren konnten. Sir Richard Arkwright erfand die Fadenspinnmaschine, implementierte sie in die Mühle in Cromford und baute dann gleich noch eine zweite Mühle daneben, wo er die Fäden der einen Mühle direkt in die Webstühle der anderen Mühle einspeiste. All under one roof, wie die Frau im Fadenmuseum immer wieder betonte, die vor allem darauf bedacht schien, Sir Richards Lebensleistung hervorzuheben, während der Mann im Webstuhlmuseum, mit ölverschmierter Latzhose und Dreitagesbart selbst wie ein Relikt der Zwanziger- oder Dreißigerjahre erscheinend, immer wieder darauf zurückkam, dass dies hier, back in ´em days, weit entfernt von jeglicher Romantik war, in Sir Richards gottverdammter Fabrik zu arbeiten, war im Gegenteil der blanke Horror. Um dies zu demonstrieren, schaltete der Mann in der Latzhose einmal alle Webstühle im musealen Raum an, die Ohren flogen dir da weg, 12-Stunden-Schicht in diesem Höllenlärm und die meisten Arbeiter waren einfach Kinder, erzählte er. Eins sei mal beim Reinigen der Fadenspinnmaschine von derselben erfasst und getötet worden, da hätten eine Woche drauf die Eltern eine Rechnung erhalten, da wegen der Dummheit ihres nunmehr toten Kindes die Maschine drei Tage lang nicht hätte laufen können, bis man nicht endlich die ganzen Knochensplitter und sonstigen Leichenteile aus dem Gewerk der Zahnräder entfernt hatte. Those weren´t romantic times, I promise you, sagte der Mann in der Latzhose immer wieder, überhaupt immer wieder dieses: I promise you, das er an fast jeden zweiten Satz anhängte. Eigentlich war mir zum Weinen zumute, hier, an diesem historischen Ort, wo man den Beginn der industriellen Revolution verortet.

Ein paar Jahrzehnte später brauchte man kein Wasser mehr, um Räder zum Drehen zu bringen, man hatte die Dampfmaschine erfunden und produzierte diese Dinge dann lieber gleich in Liverpool oder Manchester, von wo man sie schneller auf ein Schiff schmeißen konnte, denke ich mir. Den River Derwent, dessen Wasserkraft so viele Fäden sponn und so viel Gewebe wob, brauchte plötzlich keiner mehr. Er plätschert heute noch vergessen vor sich hin.

Komplettes Gegenbild hierzu das Schloss Chatsworth, malerisch gelegen, schon bei der Anfahrt plötzlich Stau, weil Schafe seelenruhig die Straße passieren, linkerhand eine Hirschherde, die in grazilster Anmut losläuft, fast zu fliegen scheint dabei, alles wie ein Märchenbild von der völlig heilen Welt. Später kommentierte Rundfahrt mit dem Traktor über einen Bruchteil des Geländes, und ich kann es im Grunde gar nicht glauben, was der wundervolle Mann da voller Stolz erzählt: Dass nämlich sein Herzog, der Duke of Devonshire, nicht nur über diese stolzen Ländereien hier verfügt, sondern noch mehr Grundbesitz sein eigen nennt, in Irland, Schottland, Wales und London. Der Stammsitz mit seinen twelvehundred acres, immer wieder wiederholt er das Wort: twelvehundred acres, erscheint plötzlich nur als kleine Nebensächlichkeit, und alles ist einfach so wunderschön und plötzlich tauchen rechts nochmal die Hirsche auf und er sagt: Wie toll, dass wir sie heute zu Gesicht kriegen, sie dürfen sich nämlich frei bewegen auf diesen twelvehundred acres, manchmal sieht man sie tagelang nicht, und ich frage mich: Wie groß ist eigentlich so ein gottverdammter acre, und könnten diese Engländer vielleicht mal aufhören mit ihren Acres und Inches und Yards und Miles und dem scheiß Linksverkehr? Könnten die mal einmal bei irgendeiner Sache mitmachen?

Aber nein, die machen nicht mit, und für die ist es auch normal, dass so ein blöder Duke über so unglaublich viel Landbesitz verfügt und dann dem normalen Pöbel noch heftigst Eintritt abpresst, damit die auch mal ein bisschen die schöne Luft des Adels schnuppern dürfen für einen Tag. In Germany unthinkable, sagte ich immer wieder, aber ich sah in verständnislose Gesichter: Ist doch schön hier, hast du nicht die Hirsche gesehen?

All diese Widersprüche, die ich von dieser Reise mitnehme: dass hier zusammen mit dem automatischen Webstuhl und dem automatischen Spinnrad die Arbeiterklasse erfunden wurde und gleichzeitig der Adel mit den groteskesten Privilegien überleben konnte. Dass die Natur hier genau deswegen so überüppig grünt und blüht, weil das Wetter hier immer so scheiße ist: Regen im Sommer, Regen im Winter, nie zu heiß, nie zu kalt, und immer feucht. Dass man wirklich grauenhaft frühstückt, aber sehr gut zu Abend essen kann in diesem England.

Über Brexit redete kaum jemand. Wenn doch die Sprache drauf kam, war es allen sofort peinlich, alle schienen darauf bedacht, uns Deutschen gegenüber zu betonen, dass sie selber ja für Remain gestimmt hätten. Ein Brexit-Land voller Remainers, aber mir schien es bloß logisch, dass sie rausgehen. Ich liebe diese Menschen, ich liebe diese Landschaft, die Ales, die Pubs, die Schafe, die Kühe, die irre grünen Wiesen und die von Moos und Flechten bewachsenen Steinmauern. Aber die Engländer, wenn man mal ehrlich ist, haben noch nie bei irgendwas mitgemacht: Nicht beim Meter, nicht beim Liter, nicht beim Rechtsverkehr und nicht beim Euro. Es ist im Grunde fürchterlich, dieser wunderbaren Insel bei ihrer immer weiter sich isolierenden Isolation zuzuschauen.

Ich war froh, wieder zurück zu kommen, in mein innig verhasstes Deutschland. Als ich in Berlin aus dem Flugzeug rausstieg war mir fast, als wären es die Tropen, so warm und dampfig plötzlich. Später der heiße Regen, völlig verrückt nach dem englischen Frostwind.

15.07.2017

Geburtstag meiner Schwester. Dachte gleich beim Aufstehen dran, rief dann trotzdem den ganzen Tag nicht an, schrieb keine WhatsApp, tat gar nichts in der Richtung. Einerseits denkend, ich müsste doch, jetzt, wo die Mama tot, die mich, lebte sie noch, sicherlich gemahnt hätte: Ruf doch die Moni mal kurz an, du weißt ja, sie hat Geburtstag heute – andererseits: Eben genau deswegen nicht.

Mein ganzes Schreiben in der Krise, aber eine produktive Krise, wie ich deutlich fühle. Ich sah den Stückl in einer Fernsehsendung, wie er über seine Schnitzschulausbildung redete und sagte: Diese Einsamkeit vor so einem Holzblock, das sei doch gar nicht seins gewesen. Und dachte, wie sehr genau das der Unterschied ist: Wie sehr ich immer genau diese Einsamkeit gesucht hatte. Irgendeine Einsamkeit. Die Einsamkeit vor dem leeren Blatt Papier. Die Einsamkeit vor dem aufgeklappten Laptop. Die Einsamkeit auf dem Spaziergang am Landwehrkanal, auf der Suche nach dem richtigen Rhythmus, den richtigen Worten, dem richtigen Sound. Und wie ich daran festhalte, obwohl ich immer noch nichts geschaffen. Obwohl ja andererseits das alte Blog durchaus ein Werk. Vielleicht ist das wurschtelig gemeinsam Saftelnde für jemanden wie den Stückl produktiv – für mich bestimmt nicht. Die ganze Lüge, wie er einerseits sagt, der Schauspieler muss alles selbst kreieren, sonst kann er es nicht glaubhaft verkörpern – und dann ist er eben selbst doch der totale Regiediktator, der allen sagt So und So und So musst du es machen, und So die Rolle verstehen, bla bla bla bla bla. Seine ganze Kunst ist eigentlich, die Leute so ultrasuggestiv niederzuquatschen.

Prosa, die niemand sprechen muss, außer mir selber, ich, als Autor, das ist das einzige, was mich interessiert. Die absolute Minimierung auf diesen Autorpunkt. Gleichzeitig das Schwierigste. Ich spüre, wie die Texte sich in mir anstauen, will auf jeden Fall den Laptop nach England mitnehmen, man weiß nie, wann der Damm bricht, ich hab ein gutes Gefühl, die Sätze, die Absätze, sie kommen jetzt, drücken ran, zieren sich noch, aber

Ich glaube, ich verstehe etwas, auf diesen Spaziergängen den Landwehrkanal entlang, ich lerne da was, was ich auf dem Radel unter Umständen nie gelernt hätte. Nämlich wirklich etwas über die Koppelung dieser Geistestätigkeiten zu dem simplen Gehen oder Radeln. Es taktet auch die Sprache, und wenn man nur im Bett liegt, und wartet, dass die Sprache kommt, passiert gar nichts, versackt alles im Twittersumpf.

Ebony and Ivory

Ich setze mich ans Klavier, will Schubert spielen, D-Dur wie mir ganz klar ist, bin völlig souverän, kenne das zu spielende Stück ja eh auswendig, aber warum geht es nicht, warum kann ich nicht spielen, ich sitze doch hier, das Klavier ist da, warum geht es nicht? Plötzlich verstehe ich: Die schwarzen Tasten sind weg. Wenn alle Tasten weiß sind, kann man sich nicht mehr orientieren auf der Klaviatur, man weiß nicht mehr, wo ist das C, wo ist das D, das für D-Dur unverzichtbare Fis, unaussprechliche Panik vor dieser Reihe rein weißer Tasten, aufgewacht.

Ein paar Bemerkungen zur Unendlichen Geschichte

1 Meine Tochter ist jetzt in dem Alter, wo sie ein dickes Buch nach dem anderen einfach so wegfrisst und in sich hineinliest, so dass man mit dem Bücherkaufen kaum noch nachkommt, bzw. einem die Ideen ausgehen, was man dem kleinen, noch nicht alphabetisierten Bruder als Kompensationsgeschenk überreichen könnte, wenn die Schwester schon wieder drei Bücher kriegt usw., ihr kennt das ja. Und als sie dann neulich wieder einmal klagte, kein Buch mehr zu haben, zog ich eben die Unendliche Geschichte aus dem Regal, das alte Exemplar aus meiner Kindheit noch, und wünschte ihr viel Spaß damit. Und sie nahm es und fing an zu lesen.

2 Was für ein wichtiges Buch das einmal für mich war. Wie ich durch dieses Buch das Lesen nochmal neu lernte. Wie ich die Figuren dieses Buches liebte, ihren Weg verfolgte: Bastian, Atréju, die Kindliche Kaiserin, der Glücksdrache Fuchur. Die ganze Welt: Phantásien.

3 Sie las das dann in wenigen Tagen durch, und fast hätten wir nicht drüber geredet, wenn nicht mein Fahrradsturz dazwischen gekommen wäre. Pfingstmontag haute es mich vom Rad, und tags darauf konnte ich mich nicht mehr rühren, jede Bewegung ein Schmerz, bei schönstem Wetter war ich bewegungslos ans Sofa gefesselt und die Unendliche Geschichte lag noch wie ein großes Fragezeichen auf dem Tisch rum, also griff ich sie auf, und las sie selber nochmal.

4 Erste Erkenntnis: Das Buch stinkt. Ich las es als nichtrauchendes Kind, dann schleppte ich es durch meine gesamten Raucherjahre mit hindurch, durch wieviele Wohnungen, durch wieviele Städte, ich selbst qualmte es voll, und jetzt, wo ich es wiederlese und gerade erst wieder in einen Nichtraucher zurückverwandelt bin, fällt diese gesamte Geschichte auf mich zurück, in einem Geruch, in einem Gestank, Seite für Seite.

5 Aber zum Inhalt: Die Identität von Bastian und Atréju wird deutlich klar, als Atréju im Zauberspiegel sein wahres Ich sieht: Bastian, der im Schulspeicher das Buch liest. Vom Zauberspiegel war ja gesagt worden, er zeige das wahre innere Ich. Gleichzeitig erleben wir aber Bastian als einen, der einfach ein Buch liest, und sich dementsprechend ganz normal mit dem Protagonisten des Buches identifiziert: Atréju. Das wahre innere Ich der Helden war also immer schon der Leser selbst. Wenn es also im zweiten Teil zum Konflikt zwischen Bastian und Atréju kommt, ist das im Grunde ein schizoider Akt der Persönlichkeitsspaltung, und es ist eigentlich logisch, dass die Phantasiegestalt Atréju ihre moralische Integrität wahrt, während der echte Mensch Bastian in den Größenwahn abdriftet.

6 Nun ist aber der echte Mensch Bastian in Wahrheit ja auch wieder „nur“ eine Figur in einem Buch, „nur“ eine von einem Autor ausgedachte Puppe – und genau das ist der Punkt, an dem die Geschichte unendlich wird, denn der Leser, der die Bastianpuppe durch seine lesende Identifikation belebt – dieser Leser bin ja ich! Oder letzte Woche meine Tochter. Oder der oder die oder eben fast jeder, wer hat die Unendliche Geschichte nicht irgendwann mal in seinem Leben gelesen? Und im Indianerjungen Atréju, der vom auf dem Schulspeicher lesenden Bastian belebt wird, reaktivieren sich andererseits eben genau meine gesammelten Lektüren von Indianergeschichten usw. Die Verkomplizierung der Beziehung „Leser – Figur“ zu einer Triade „Leser – Lesende Figur – Figur“ erinnert an Peirce, der aus der zweistelligen Abbildfunktion Objekt – Zeichen auch eine Triade machte und so unendliche Zeichenprozesse in Gang setzte.

7 Im Grunde ist die Unendliche Geschichte ein Buch über die Transformation eines Lesers in einen Autor. Über den Übergang vom Lesen zum Schreiben. Und in dieser märchenhaften Parabel ist es eben ein- und dasselbe Buch, das Bastian ab einem bestimmten Punkt nicht mehr weiter lesen kann, wenn er es nicht selber weiter schreibt. Und dieser bestimmte Punkt – Bastians Hineingleiten in die Geschichte – wird einerseits als unvermeidlich dargestellt, andererseits aber auch als Sündenfall. Bastian verliert die Haftung an die wirkliche Welt in dem Maße, wie er merkt, dass er in der phantásischen Welt alles so gestalten kann, wie er will. Die Welt ist beliebig formbar, Resultat ist Bastians Größenwahn, seine charakterliche Verschlechterung bis hin zu dem Punkt, da er sich selbst zum Kaiser von Phantásien krönen will, und dann Krieg führen muss gegen sein Alter Ego Atréju. Die Unendliche Geschichte daher als Hymne auf die Grenzenlosigkeit der Phantasie zu lesen – was, soviel ich sehe, die Standardinterpretation des Buches darstellt – ist vollkommen falsch. Im Gegenteil schien mir das Bild der Alten Kaiser Stadt, wo all die Menschen landen, die sich so tief in die Phantasiewelt hinein verstrickt haben, dass sie nicht mehr wieder hinaus finden, das eindrücklichste des ganzen Buches: Wahnsinnige, die unter Anleitung eines Affens mit Buchstabenwürfeln sinnlose Worte in den Staub werfen.

8 Genauso falsch ist daher die ebenso weit verbreitete Annahme, es handle sich bei der Unendlichen Geschichte um einen Hymnus auf das Lesen und die Bücher. Es wird ausdrücklich betont, es gebe noch andere Wege nach Phantásien, nicht nur Bücher. Von der Kindlichen Kaiserin wird erzählt, sie stehe mit den Buchstaben auf Kriegsfuß und Hauptheld Atréju ist Analphabet. Dazu passt, das Michael Ende in dem einzigen Interview mit ihm, das ich auf YouTube finden konnte – eine Gesprächssendung mit Joachim Fuchsberger – ausdrücklich betont, wie ungern er schreibe. Mir unerklärlich, warum Fuchsberger hier nicht nachfragte: Der Erfolgsautor, der das Schreiben hasst? Darüber hätte ich gern noch Näheres erfahren.

9 Was mir als Kind schon auffiel, und jetzt wieder, ist die förmliche Besessenheit des Buches von Namen und dem Akt des Benennens. Immer wieder erschafft Bastian Dinge, indem er sie einfach benennt, beziehungsweise durch die Benennung erhalten die Dinge gewisse magische Eigenschaften etc. Und der ganze innerste Kern der Geschichte ist ja die Kindliche Kaiserin, die einen neuen Namen braucht. Gewisse romantische Vorstellungen scheinen hier fortzuwirken, es schlafe ein Lied in den Dingen, das nur hörbar werde, wenn einer das richtige Zauberwort sagt. Ich hingegen war da als Kind schon skeptisch: Warum ausgerechnet Mondenkind? Warum nicht Sternenstaub, Sonnenkranz oder Planetenbraut?

10 Was man als Kind unmöglich sehen kann, sind die literarischen Einflüsse, aus denen Ende sich bedient. Natürlich ist es erstmal ein Rundumschlag durch sämtliche Märchen- und Sagenwelten, die ganze Struktur des Buches verweist in ihrer Stationenhaftigkeit auf mittelalterliches Erzählen. Dann aber auch – für den erwachsenen Leser unübersehbar – der Einfluss von Borges. All die Labyrinthe, Zauberspiegel, allsichtbarmachenden Leuchtsteine. Nicht zuletzt die ganze Idee eines Buches, das sich langsam in Wirklichkeit verwandelt, das sich die Wirklichkeit gleichsam anverwandelt, verweist meines Erachtens deutlich auf Tlön. Vielleicht daher die überwältigenden Offenbarungsgefühle, als ich vor vielen Jahren Borges für mich entdeckte, weil das auch eine Heimkehr in schon einmal als Kind bereiste Lesewelten war.

11 Meine Tochter ist inzwischen weitergereist zu Alea Aquarius, eine Art moderne Meerjungfrau, wenn ich sie richtig verstanden habe. Mir selber habe ich Momo bestellt. Schenk ich ihr dann wieder, wenn ich durch bin.

Und der Herr sprach: Es sollen nicht mehr so viele Menschen tot sein, weil sie das Fahrrad als ihr Fortbewegungsmittel wählten. Es ist doch schön, dass die Radelnden sich des Radelns befleißigen, nicht soll der Tod sie strafend ereilen. Und der Erzengel Amradel, der zufällig daneben stand, sagte: Nimm doch den Wolfo, deinen Knecht. Der radelt und schreibt im Internet ein Blog. Bestimmt kann er deine Worte wirkmächtig verbreiten. Aha, sagte der Allmächtige, gut zu wissen.

Und der Herr tat dieses: Er schickte eine Spandauer Schulklasse los, und als der Wolfo in Spandau an der Spandauer Schulklasse vorbeiradelte, johlten diese Grundschüler alle wie verrückt los, klatschten in die Hände und schrien Yeah Yeah Yeah, so dass dem Wolfo, der da mit seinem Fahrrad ganz normal vorbeifuhr, es schon ganz wunderlich im Gemüte ward, als wollten die sich lustig über ihn machen, bis aber die Lehrerin aufklärte und dem Wolfo zurief: GANZTOLLMITHELM!

Und der Wolfo verstand und freute sich, klopfte sich lachend demonstrativ auf den Fahrradhelm, gab den Kindern Thumbs up und fuhr weiter. Vielleicht sollte ich dies eigentümliche Erlebnis einmal auf Wald und Höhle erwähnen, dachte Wolfo, wie er so durch den brandenburgischen Sonnenschein radelte, aber dann passierte noch dieses und überdies noch jenes, und ganz ehrlich: Ist so eine klatschende Schulklasse am Stadtrand von Spandau schon ein Blogbeitrag?

Der Herr aber wurde ärgerlich, als nach einer Woche der Wolfo seine Berufung noch nicht vernommen hatte. Und so zauberte er am siebten Tage, der da wäre heute, eine kleine, winzige, kaum sichtbare Unebenheit auf den Radweg, gerade als der Wolfo da langradelte, und der Wolfo erschrak, zog reflexhaft die Bremse an, segelte direkt über den Lenker, und dachte noch: Gut, dass ich den Helm aufhabe!, als er mit dem behelmten Kopf auf dem Asphalt aufknallte: BÄMM.

Nun ist aber der Allmächtige nicht nur allmächtig, sondern auch allgütig, und ließ also den Wolfo von seinem Fahrrad runter direkt zwei barmherzigen Samaritern vor die Füße stürzen, die sagten: Um Gottes willen, was machen Sie denn für Sachen, Sie bluten ja wie verrückt, ihnen fließt ja das Blut aus dem Kinn wie irre, das muss doch genäht werden. Der Wolfo verneinte, das ist doch kaum so schlimm, merkte aber selbst, dass er am ganzen Körper zitterte und das T-Shirt schon voll Blut tropfte, und die Samariter sagten, nein, nein, das Waldkrankenhaus ist doch hier gleich ums Eck. Und sagten es nicht nur, sondern brachten ihn auch da hin. Die Lilo radelte vorn, und der Ulrich radelte hinten, und der immer noch zittrige Wolfo in der Mitte, und erst fanden sie den Eingang zur Notaufnahme nicht, und dann aber, nachdem sie einmal ums ganze Krankenhaus rumgeradelt waren, dann eben doch.

Und da nähten sie dem Wolfo sein Kinn mit drei oder vier Stichen zu, und der dachte: Ohne den Helm wäre ich jetzt wahrscheinlich tot. Zerschmetterter Schädel. Marmeladenhirn. Sie röntgten ihn noch und schallten ihn ultra, um ganz sicher zu gehen, dass nicht noch was Schlimmeres, dann durfte er heim. Es war eigentlich fast gar nichts passiert.

Und diesmal schreibe ich das in meinem Wald- und Höhlenblog, dass ich im Waldkrankenhaus Spandau geflickt wurde, weil ich im Spandauer Wald, unweit der Stelle, wo die Spandauer Schulklasse mir vor einer Woche zum Helm gratuliert hatte, mit einem Affenzahn vom Rad fiel und wirklich jetzt wahrscheinlich tot wäre, hätte ich nicht genau diesen Helm auf dem Kopf gehabt, dachte der Wolfo, und schrieb es schnell hin.

Stumm

Wenn zum Beispiel jemand beiläufig sagt, er habe schon so lang nichts mehr von seiner Mutter gehört. Oder wenn im Fernsehen der Wetterbericht läuft und ein spezielles Wetter für den Alpenrand ansagt. Oder wenn ich Spargel koche und an mein erstes Spargelkochen denke, wo ich sie anrief und fragte, wie das geht, wie kocht man einen Spargel, und sie konnte die Kochzeit nicht konkretisieren, das macht man eben nach Gefühl und Wellenschlag, und ich fluchte rum, ich brauche Zahlen, Minuten, aber wir kriegten das hin, übers Telefon, der Spargel war wunderbar, und heute mache ich es auch nach Gefühl. Und hab immer noch keine Ahnung, was ein Wellenschlag eigentlich sein soll.

Und ja, es stimmt ja, meine Mutter ging sowieso kaum noch vor die Tür die letzten Jahre, und kannte den ewigen Regen am Alpenrand auch bloß noch aus dem Wetterbericht, die Vorhänge immer zugezogen, Abschottung von der Welt, aber allein dies, wie sie immer wieder sagte, das ORF-Wetter sei für das Alpenvorland viel zutreffender als das ARD-Wetter, das sagt mir jetzt keiner mehr. Mir fehlt es auf verrückte Weise, genau die Sätze, wo ich früher sagte, ich kann es nicht mehr hören, jetzt fehlt vielleicht nicht der Satz, nicht sein Sinn, das Wetter der Österreicher, aber was mir fehlt, ist diese Stimme, die das sagte.

Nächstes Mal machste auch die Hollandaise selber, sagte sie. Wenn sie dir abhaut, hauste einfach Eiswürfel rein, sagte sie.

Ich schmiss die Eiswürfel rein. Sie haute mir trotzdem ab.

Meine das Digitale betreffende Desillusionierung ist jetzt endgültig, vollständig und unwiderruflich, wie mir heute morgen klar wurde, als ich auf dem Fußboden des Wohnzimmers sitzend H.s Geburtstagsgeschenke in Zeitungspapier einpackte, mich dabei hier und dort festlas, über Trump natürlich, Macron, die Gentrifizierung in Berlin, ein weithin unbekanntes Tal in Niederbayern, Knausgårds schrecklichen Kampf mit der Berühmtheit, zwischendurch meine von Druckerschwärze geschwärzten Finger bestaunte, das Kreuzworträtsel der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung schnell mit dem Bleistift löste und nach getaner Arbeit feststellte, dass ich ein paar Bücher und zwei Eintrittskarten zum Konzert in Zeitung eingepackt hatte. Ich hatte einen Haufen Papier mit noch mehr Papier umwickelt und am Ende sah es schön aus, und ich hatte ein paar interessante Dinge gelesen. Auf Papier. Ich hatte die Zeitungen wirklich nur als Geschenkpapier gekauft.

Papier. Der Leibhaftige. Satan, Beelzebub und Duweißtschonwer in einem für uns angebliche Netzbewohner. Aber

Aber erstens hat keine verdammte Scheissdatenkrake Kenntnis von meiner Lektüre genommen, niemand optimiert seine für mich maßgeschneiderte Nervwerbung aufgrund meines heutigen Leseverhaltens. Überhaupt hüpfen und tanzen keine grellbunt-beweglichen Bildchen über papierne Seiten und verhindern Lesetätigkeit. Wie toll ist das allein schon? Auch erklärt dir niemand zum millionsten Mal, dass man Cookies zur Verbesserung der Welt benutze und ob ich damit einverstanden sei, und egal wie oft ich OK sage, sie fragen mich wieder und wieder und wieder, und immer sage ich OK, obwohl ich es eigentlich überhaupt nicht OK finde, ich finde das Scheiße, aber Finde es Scheiße ist kein Button, außer OK gibt es immer nur Abbrechen, das muss dieses Digitale sein: Tertium non datur.

Zweitens denke ich an mein altes Blog, Sichten und Ordnen, manchmal scrolle ich da nostalgisch drin rum und weine ein bisschen, weil all die Links mittlerweile ins Nichts führen, tot. Die Chefideologen des Digitalen – und ja, André Spiegel, ich meine hier vor allem dich! – erzählen mir den ganzen Tag, nur im Netz sei alles für die Ewigkeit aufbewahrt, nur das im Netz Veröffentlichte sei überhaupt im strengen Sinn veröffentlicht, aber die Erfahrung lehrt das genaue Gegenteil: Das im Netz Veröffentlichte hat eine Halbwertszeit von einigen Minuten, danach zerfällt es, unerbittlich.

Einzige Ausnahme: Der Shitstorm. Klar, wenn du dich verplapperst, ein einziger Satz, der aus dem Kontext gerissen dir falsch ausgelegt und dann im Munde umgedreht wird, und der Richtige leitet das mit den richtig bösen Absichten in die richtig falschen Kanäle: Dann wirst du den einen blöd dahingesagten Satz natürlich wirklich nicht mehr los. Der bleibt dann für die Ewigkeit an dir kleben und du kannst dich auch direkt umbringen, denn leider hasst dich jetzt die ganze Welt, Pech gehabt.

Meine besten Netzlektüren hatte ich beim Blogozentriker. Das war Literatur, richtig gut, traf ins Herz der Gegenwart, tägliche Lieferung per Googlereader. Ach, die alten Zeiten! Fantastisch. Kurz, sehr kurz funktionierten diese ganzen Versprechungen von der schönen neuen Jetztzeit. Aber heute, ein paar Jahre später? Alles weg. Vergessen. Das Netz vergisst dich schneller als du Piep sagst, und kein Suhrkamp und kein Rowohlt und nicht mal Heyne oder Ullstein Trash Pulp Press druckt einen Blogo.

Also, um das hier kurz zu resümieren: Gedruckt wirst du, wenn du lange genug Speichel leckst und ansonsten so schreibst, wie man an der Schreibschule halt so das DIN-genormte Schreiben im auktorialen Imperfekt mit dem auf 32 Grad gebogenen Spannungsbogen lernt. Die andern können im Netz veröffentlichen und haben die Wahl zwischen OK (Shitstorm), oder ABBRECHEN (ewige Vergessenheit).

Und so fühlt sich das für mich an im Jahre 2017, ihr Narren vom Techniktagebuch, und da habe ich von NSA, den Five Eyes, der gehackten US-Wahl und meiner komplett verrückten Paranoia im ganz allgemeinen noch gar nicht geredet, aber ihr crazy bedrogten Facebookgedankenleser denkt euch den Rest ja eh selber dazu. Man muss nur 7 und 5 zusammenzählen.

Synthetisch a priori, ihr Hirnis.