9. Juli 2024
Moin!
Sabine, gebürtige Rheinländerin, vor ein paar Jahren an die Küste gezogen.
In Küstenkladde findet ihr # Möwenlyrik # Küstennotizen # Frühling # Sommer # Herbst # Winter # Gelesen # Gesehen # Gehört # frauengestalten # Reisekladde # EinTag
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26. Juni 2024
Schlurfende Flip Flops,
Fahnen im Wind,
Glitzerndes Wasser,
eine humpelnde Wanderin in dicken Bergschuhen,
Vater und Sohn biken gleitend dahin,
heisse Sonne,
rote Bojen,
ein Jogger.
Dicht besetzte Bänke auf der Brücke,
ein Mann mit Rollator.
Ein Mann mit elektrischem Rollator überholt.
Diesig zeichnet sich der mecklenburgische Landstrich am Horizont ab.
Ein Boot mit weissen Segeln auf tiefblauer See.
Luftige Kleider heben sich bunt hervor,
ein alter Mann mit roter Kappe, kariertem Hemd, Pullunder
und Sonnenbrille lenkt sein Fahrrad mit Anhänger
zum Strand hinab.
Eine Frau schiebt den Kinderwagen hinterher,
der Gatte in Shorts schreit
geschäftliche Anweisungen in sein Mobiltelefon.
Und ich muss entscheiden:
Hinein ins kühle Nass?
„Plitsch!“
# Sommer # Möwenlyrik
18. Juni 2024
Menschen tummeln sich,
auf der Brücke,
alle Bänke sind besetzt.
Heller Sonnenschein,
endlich!
Funkelndes Wasser,
Eine Frau,
ein kleiner Hund,
der hoppelnd hinterher zu kommen versucht,
an der Leine.
Mann auf Inlinern,
Fahrräder,
Möwengeschrei,
großer Sonnenschirm auf den Sand gelegt,
darunter duckt sich ein Paar.
Eine Gruppe von Bikern.
Eine meckernde Frau.
Der Mann auf Inlinern kommt zurück.
Ein Shirt der Mannschaft plus
Deutschlandfahne an einem Hotelfenster.
Fahnen im Ostwind.
Frau in roter Windjacke.
Krücken, die über das Pflaster klackern .
Meergeruch.
Blauer Himmel ohne Wolken.
Ich in Shorts -
endlich!
# Sommer # Möwenlyrik
21. Mai 2024
Störche fliegen über das graue Meer.
Ein heller Lichtstreifen am Horizont.
Walkingstöcke klappernd auf dem Pflaster,
darüber angestrengte Gesichter.
Ein junge Frau mit hochgestecktem braunem Haar
Ein Smartphone, ein schnelles Video.
Ein sanfter Ostwind,
Rote Bojen tanzend auf den Wellen.
Der Geruch nach Meer steigt in die Nase.
Ein Auto des Kurbetriebs knattert vorbei.
10 Fahnen im Wind.
Plötzlich kein Mensch weit und breit.
Nur Wind.
Wellen.
Und Weite.
# Sommer # Möwenlyrik
17. Mai 2024
Warme Sonne.
Glitzerndes Wasser.
Schaumkronen.
Ein Radfahrer mit luftigem Hemd.
Ein Lastwagen mit langer Ladefläche.
Am Horizont die Skandinavienfähre.
Lautes Meertosen.
Ein Paar mittleren Alters, belustig,
sie mit orangem Kopftuch.
Eine Frau mit Kind.
Eine Gruppe auf dem Weg zum Wasser.
Der grünweiße Leuchtturm wie auf einer Insel.
Radfahrerin in dicker Weste mit Helm.
Touristin mit gelbem T-Shirt und Strohhut.
Eine Gruppe junger Leute.
Ein Mann, der raucht. Eine Frau, die seine Hand umklammert.
Die Fahnen, die hektisch im Wind flattern.
# Möwenlyrik
5. Mai 2024
Ein Maibaum, auf dem Kirchplatz,
Sonnenhungrige auf der Promenade.
Die Strandkörbe stehen bereit.
Besonders Mutige gehen baden.
Ein Schwanenpärchen nahe des Leuchtturms.
Absperrband für die kleine Familie.
# Möwenlyrik
„Fänger im Roggen“
„Veteranentag“, das ist der Tag, an dem die „ganzen Deppen, die ihre Abschlussprüfung an der (Schule) etwa 1776 gemacht haben, wie blöd in der Gegend rumrennen … und uns jede Menge Ratschläge für die Zukunft geben …“
# Frühling
31. März 2024
Mit der Winterzeit endet die Winterzeit.
Mit der Zeitumstellung ist der Winter zu Ende.
Das Dorf füllt sich mit Leben.
Osterfeuer
Menschen, die ihre Gesichter der Sonne entgegen halten.
Die Winter sind lang an der Küste.
Es stürmt.
Es regnet.
3 Wochen tiefer Schnee.
Aber die Winter sind auch schön.
Weite Strände ohne Strandkörbe.
Hunde, die am Wasser tollen,
kreuz und quer durch den hellen Sand.
Und ein Meer, das sich in seiner ganzen Vielfalt zeigt.
# Möwenlyrik
Jedoch liebte Hans Castorp das Leben im Schnee. Er fand es demjenigen am Meeresstrande in mehrfacher Hinsicht verwandt: die Urmonotonie des Naturbildes war beiden Sphären gemeinsam.
Thomas Mann: Der Zauberberg
# Frühling
10. März 2024
Zum ersten Mal bei geöffnetem Fenster,
die Sonne scheint,
die Natur zeigt zarte Frühlingsfarben,
die Möwen kreischen
in Erwartung der Sommergäste,
im Hintergrund die Meeresbrandung.
Eben wurden sie noch abtransportiert,
die Strandkörbe.
Die Hunde tollten am Strand.
Schon aber werden die Wagen mit den Körben wieder herbeirollen.
Noch habe ich meinen Strandkorb oberhalb der Promenade für mich alleine,
kann warm eingepackt einen Kaffee trinken und dem Treiben zuschauen.
Winterfreuden, die abgelöst werden vom Sommerglück.
Das Meer ist ein Wunder.
(Virginia Woolf)
Es wird wieder # Frühling an der Küste.
# Möwenlyrik