Küstenkladde

Gelesen

Auf dem Spielplatz sitzt sie, hoch oben,

der verlassen in der Kälte bibbert.

Sie hält Aussicht nach den Kindern,

den Menschen dem Sommer

… Emma, die Möwe.

Immer mit dem Kopf im Wind.

#Möwenlyrik

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Neben dem grün-weissen Leuchtturm an der Nordermole

steht ein Tannenbaum.

Ungeschmückt. Natürlich. Grün.

Je nach Perspektive klein oder groß. Wie der Leuchtturm selbst.

Die Trelche am Anfang der Mole schauen über ihn hinweg aufs Meer. Wenn sie nicht gerade mit den Vorbeigehenden sprechen, so dass man sich überrascht umschaut. Wer war das?

In der Vorderreihe drängen sich kleine Weihnachtsbuden an der Trave entlang bis zum Kreuzfahrtterminal. Deswegen legt auch das Traumschiff nicht an.

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Hans Castorp liebte das Leben im Schnee.

Er fand es demjenigen am Meeresstrand in mehrfacher Hinsicht verwandt: die Urmonotonie des Naturbildes war beiden Sphären gemeinsam; der Schnee, dieser tiefe, lockere Pulverschnee, spielte hier ganz die Rolle wie drunten der gelbweiße Sand;

gleich reinlich waren die Berührungen mit beiden, man schüttelte das frosttrockene Weiß von Schuhen und Kleidern wie drunten das staubfreie Stein-und Muschelpulver des Meeresgrundes, ohne dass eine Spur hinterblieb und auf ganz ähnliche Weise war das Marschieren im Schnee wie eine Dünenwanderung,

es sei denn, dass die Flächen von Sonnenbrand oberflächlich angeschwollen, nachts aber hart gefroren waren, dann ging es sicher leichter und angenehmer darauf als auf Parkett – genau so leicht und angenehm wie auf dem glatten festen, gespühlten und federnden Sandboden am Saume des Meeres.

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Hörst Du den leisen Klang der Wellen

gegen das Ufer schlagen?

Erkennst Du die Weite, mit der Dein Blick über den Sand,

den Strand, das Wasser, das andere Ufer,

den Horizont bis zum Himmel und wieder zurück gleiten kann?

Riechst du die Mischung aus Seetang und Fisch?

Fühlst du den Wind in Deinem Gesicht?

Spürst Du die Ruhe?

#Möwenlyrik

November.

Wir blättern die Zeit um und es ist November.

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Wie eine Halbinsel fügt sich das Hinterland von Travemünde zwischen der Küste und dem Hemmelsdorfer See in die Landschaft. Während ich das Fahrrad durch das Herbstlaub lenke und noch immer warme Sonnenstrahlen auf meiner Haut spüre, öffnet sich der Blick für Neues.

“Fall” heißt Herbst im Amerikanischen, das Alte fällt, damit das Neue entstehen kann. Irgendwie gleichen sich Mai und September. Alles steht in voller Blüte, die leuchtenden Bäume sehen frühlingshaft aus und die Temperaturen sind noch warm. Nur, dass der September schon ein “r” hat. In den Monaten ohne “r” darfst Du barfuß laufen, sagt eine alte Bauernregel.

Meine Wege führen mich durch Alleen, über kleine Hügel, vorbei an imposanten Bauernhöfen und Landsitzen, an Holzschränken, in denen Eier auf den Verkauf warten, an Sonnenblumenfeldern und Kürbispräsentationen.

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“Herbst? Warum nicht;

es ist ja alles bereit, die Früchte sind groß,

und die kleinen Störche sind von den großen nicht mehr zu unterscheiden.

Ist es nicht, als wäre er das eigentlich Schaffende, schaffender als denn der

Frühling, der schon gleich ist, schaffender als, wenn er kommt mit seinem

Willen zur Verwandlung und das viel zu fertige, viel zu befriedigte, schließlich

fast bürgerlich-behagliche Bild des Sommers zerstört?”

schreibt Clara Rilke 1904 in ihren Briefen.

Zugegeben, ich habe den Rilke noch nicht beiseite gelegt, die Zeilen stammen aus seinem Büchlein “Herbst”.

Küstenleben.

Herbstliches Laub fegt über die Strandpromenade. Eine kleine Invasion von Feuerquallen hat die Schwimmroutinen unterbrochen. Es ist die Zeit im Jahr, wenn sie das Dorf erreichen. Ende August.

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Das Buch hat einen Umschlag.

Es zeigt ein Gemälde einer Landschaft.

Die Bäume sind herbstlich gefärbt.

Der Titel des Buches, der Name des Ortes, ist mir völlig fremd.

Und ich weiß auch nicht, wie ich ihn aussprechen soll.

Das Buch liegt viele Jahre im Regal.

Ich lese es nicht.

Trotzdem ist es ein Anziehungspunkt.

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20 Bücher in 20 Tagen posten -

das ist eine echte Herausforderung.

Im Fediversum (Mastodon) gibt es aktuell eine Book Challenge. Jeden Tag fluten, sofern man den Hashtag #20books20days oder einfach #20books abonniert hat, eine Vielzahl von Buchcovern durch die Timeline.

Bedingung: “20 Bücher, die dich geprägt haben. Ein Buch pro Tag, 20 Tage lang. Keine Erklärungen, keine Bewertungen, nur Buchcover.”

Bücher, die Dich geprägt haben … das fand ich einfach super spannend. Prägung, Entwicklung, Erziehung, #Bildung, das sind doch meine Themen und da wollte ich einfach wissen, wie das wird.

20 Tage ist schon eine Zeit. Quasi wie ein ordentlicher Urlaub, aber ein Urlaub ist es ja nicht so richtig. Aber schon eine Reise.

Eine Lebensreise.

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Moin!

Sabine, gebürtige Rheinländerin, vor ein paar Jahren an die Küste gezogen.

In Küstenkladde findet ihr #Möwenlyrik #Küstennotizen #Frühling #Sommer #Herbst #Winter #Gelesen #Gesehen #Gehört #frauengestalten #Reisekladde #EinTag

Die Hashtags führen Euch zu den entsprechenden Beiträgen.

Im Netz findet ihr mich auf Mastodon.

Ein Maibaum, auf dem Kirchplatz,

Sonnenhungrige auf der Promenade.

Die Strandkörbe stehen bereit.

Besonders Mutige gehen baden.

Ein Schwanenpärchen nahe des Leuchtturms.

Absperrband für die kleine Familie.

#Möwenlyrik

#Gelesen

„Fänger im Roggen“

„Veteranentag“, das ist der Tag, an dem die „ganzen Deppen, die ihre Abschlussprüfung an der (Schule) etwa 1776 gemacht haben, wie blöd in der Gegend rumrennen … und uns jede Menge Ratschläge für die Zukunft geben …“

#Frühling